Präsentation Nutanix - Hyperconverged Infrastructure

Heute durften wir uns die Philosophie von "Nutanix" ein wenig näher bringen lassen.

Bewusst nutze ich nicht das Wort "Produkt". Nutanix ist auf den ersten Blick nicht einfach ein Produkt, sondern ein Stück Software, dass mit sehr viel Offenheit glänzt, aufgeräumt, ausgedacht, ohne dass es dabei einem vorschreibt, wie man sein System nun zu nutzen hat.

Basieren aus der Erfahrung von Google SDDC wurde ein Stück Software entwickelt, das so Variable gemacht wurde, dass eine beinahe beliebige Skalierung möglich ist.

In der letzten Zeit habe ich mir schon das eine oder andere Hyperconverged-System zu Gemüte geführt. Eines hatten alle Produkte gemeinsam. Will man darauf einen vSphere Cluster betreiben, wird einem das vCenter genau diktiert, wie das zu sein hat, eine by the way Appliance übernimmt dann die Kontrolle über das ganze System und fungiert als eine Art Blackbox, bei dem man nicht genau mehr sagen kann, was genau läuft auf meinem System gerade und wodurch wurde das ausgelöst.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich aktuell an einer "Legacy"-Umgebung, bei der klassisch ein Server eingekauft wird mit einer Anzahl CPU-Leistung und Arbeitsspeicher. Der wird dann schön im Serverschrank eingebaut, mit 2x 10 GBit FT an den LB-Datenspeicherstack und mit 2x 10 GBit FT (aktiv/passiv) an das TrafficNetz angeschlossen wird. Da weiss man einfach, was man hat. Das Thema Scale Up ist dann auch einfach gelöst: Mehr Leistung = Mehr Hardware = Mehr Server = Mehr Netzwerk = Mehr Datenspeicher.

Für Fanatiker der guten Ordnung wird nun "Nutanix" extrem Interessant. Mir gefällt der Ansatz, dass ein System mit dem Standartimage von VMware arbeitet und anschliessend seine Optimierung vornimmt. Sprich es muss nicht Ewigkeiten gewartet werden, bis man auf die aktuelle Version von VMware vSphere warten muss, nur weil das Converged darauf warten lässt.

Das ganze System kommt ordentlich und aufgeräumt daher. Für einen Scale Up wird ein weitere Node dazugekauft, in der Ausstattung, die gerade benötigt wird. Man kauft soviel man gerade benötigt und rüstet später nach, dann, wann man es eben benötigt. So kann agiler auf Veränderungen reagieren, ohne gleich Nachkredite zu beantragen, die kaum Chancen auf eine Freigabe haben.

Nutanix bietet mit der NX-Serie eigene optimierte Server an, welche Arbeitsspeicher, Netzwerk und Storage enthalten. Es besteht aber auch die Möglichkeit, normale Server mit Nutanix aufzuwerten und zum Converged zu machen. Jeder Server benötigt dazu einen Flash-Speicher und einen Standart-Speicher. Auch das wirkt sich positiv auf die Bilanz aus. Ähnlich wie vSAN kümmert sich Nutanix selbständig um die Datenverteilung. Dabei wird sehr viel Wert darauf gelegt, auf dem entsprechenden lokalen Speicher zu arbeiten um die Netzwerklast gering zu halten. Innerhalb des Nodes entscheidet dann das Cold/Hot Verfahren, welche Pakete auf dem Flash- und welche Daten im Standartspeicher platziert werden.

Mit was jeder Node bestückt wird, ist dann von Fall zu Fall und je nach Wusnch des Systemadministrators unterschiedlich. Von Hyper-V bis vSphere zu Nutanix kostenlos mitgeliefertem AHV (Acropolis Hypervisor) hat man eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Ein ganz interessanten Einblick gewährt Nutanix in der Kombination AHV, Calm und Prism. AHV als Hypervisor, Calm als "vCenter" und Prism übernimmt das ganze Blueprinting und Self-Service-Portal. Beinahe alle vRealized-Funktionen sind vertreten, nur nicht an vielen verscheidenen Orten, sondern alles zentral und Übersichtlich.

Nutanix gibt es in 3 verschiedenen Versionen:

  • Starter
  • Pro
  • Ultimate

Die Starter-Version richtet sich hier eher an kleine Unternehmen, die fortschritlich sein müssen, welche aber jetzt nicht mit grossen Datenmengen arbeiten müssen (Normal aus Sicht eines RZs).
Die Pro-Version ist schon wesentlich Interessanter, wenn es um den Betrieb im RZ geht, fast alles ist vorhanden, ausser der VM-Flash-Mode. Einschränkungen für den DR-Betrieb unterscheidet die Version zur Ultimate.
Die Ultimate-Version ist die Version, welche sich an RZs richtet, die auch den ortsunabhängigen und sicheren Betrieb gewährleisten müssen, wobei die Performance nicht auf der Strecke bleiben darf.

Im Grossen und Ganzen macht das Produkt einen soliden und durchdachten Eindruck. Zu den mir aktuell bekannten HC++ Systemen ist Nutanix das, was ich mir unter Hyperconverged vorstelle. Serverleistung, die so konfiguriert werden kann, wie sie gerade benötigt wird. Dabei wird z.B. vSphere nicht dermassen verbogen, dass es kaum mehr wieder zu erkennen ist, sondern es wird so damit gearbeitet, damit beides sein volles Potential entfallten kann.

Hier ein paar Links zum Forschen:


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